Trinkwasser im Versorgungsgebiet Bühl

Die Wasserversorgung der Stadtwerke Bühl erstreckt sich vom Quellgebiet im Kappler Wald bis 850 m über NN bis hinein in das Rheintal zu einer Höhe von 128 m über NN. Zur Deckung des Wasserbedarfs beziehen die Stadtwerke Bühl außerdem Grundwasser vom Zweckverband Wasserversorgung (ZV WV) Bühl und Umgebung. 

Zur Trinkwasserversorgung der rund 30.000 Einwohner von der Kernstadt Bühl mit seinen Stadt- und Ortsteilen wird Quellwasser, Grundwasser und Mischwasser aus Grund- und Quellwasser verwendet. Das Mischwasser setzt sich zusammen aus 30 % Quellwasser und 70 % Grundwasser.

Aus insgesamt 4 Tiefbrunnen der beiden Pumpwerke des ZV WV Bühl und Umgebung Landmatt und Balzhofen wird Grundwasser gewonnen. Das Quellwasser entstammt den Quellfassungen im Kappler Wald, unterhalb der Schwarzwaldhochstraße, sowie der Quellfassung Frankenbach und Grunmatt. 

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Versorgungszonen im Überblick

Folgender Tabelle können Sie entnehmen, welches Wasser an Ihrem Wohnort bereitgestellt wird.

QuellwasserMischwasserGrundwasser 
NeusatzAltschweierOberbruchOttersweier
NeusatzeckBalzhofenOberweierUnzhurst
MünchhofEisentalRittersbachBreithurst
HardKappelwindeckVimbuchHatzenweier
HubKernstadt BühlWeitenung
RiegelMoos

Waldmatt


Informationen zur Trinkwasseraufbereitung

Ein Mann in einem blauen Hemd steht lächelnd mit einem Tablet in der Hand in einem Raum voller großer blauer Rohre und Ventile.

Wasserwerk Balzhofen (ZV WV Bühl und Umgebung)

Das Grundwasser vom WW Balzhofen enthält naturgemäß Eisen und Mangan. Dieses wird aus korrosionschemischen Gründen durch Druckbelüftung und anschließende Filtration über geschlossene Quarzsandfilter entfernt. Anschließend erfolgt die Enthärtung mittels Nanofiltration. Zuletzt wird das Wasser über eine Riesleranlage mechanisch entsäuert, um den pH-Wert den Anforderungen der TrinkwV anzupassen. Aufgrund der mikrobiologisch einwandfreien Beschaffenheit des Grundwassers ist keine Desinfektion notwendig.

Im WW Balzhofen eingesetzte Aufbereitungsstoffe:

  • Enteisenung und Entmanganung: Luft, Quarzsand
  •  Enthärtung: Antiscalant (Salz einer Phosphonsäure)
  • Entsäuerung: Luft

Wasserwerk Landmatt (ZV WV Bühl und Umgebung)

Das Grundwasser in Landmatt ist frei von Mangan und Eisen. Es wird mittels Nanofiltration enthärtet und über eine Flachbettbelüftung mechanisch entsäuert, um den pH-Wert den Anforderungen der TrinkwV anzupassen. Aufgrund der mikrobiologisch einwandfreien Beschaffenheit des Grundwassers ist keine Desinfektion notwendig.
Das Trinkwasser aus Landmatt wird in den Hochbehältern Hollebach und Rappenberg mit Quellwasser gemischt und als Mischwasser bereitgestellt.

Im WW Landmatt eingesetzte Aufbereitungsstoffe: 

  • Enthärtung: Antiscalant (Salz einer Phosphonsäure)
  • Entsäuerung: Luft 
Ein Mann in Arbeitskleidung steht lächelnd in einer industriellen Umgebung zwischen blauen Maschinen und hält ein kleines Gerät in den Händen.
Das Bild zeigt einen Quellwassereinlauf

Quellwasser (Stadtwerke Bühl)

Quellwasser ist naturgemäß kalkarm und daher sehr weich, der pH-Wert ist leicht sauer. Zum Schutz vor Korrosion muss das Quellwasser daher entsäuert und leicht aufgehärtet werden. Das Quellwasser aus dem Kappler Wald wird geflockt und über eine Ultrafiltrationsanlage gefiltert, um Trübstoffe zu entfernen. Anschließend erfolgt die Entsäuerung durch Filtration über Calciumcarbonat. Vor der Abgabe ins Versorgungsnetz wird das Wasser mit UV-Licht physikalisch desinfiziert.  Das Quellwasser der Frankenbach- und Grunmatt-Quellen wird zur Entsäuerung und Aufhärtung über Calciumcarbonat gefiltert und unter UV-Licht desinfiziert. 

Verwendete Aufbereitungsstoffe beim Quellwasser:

  • Flockung: Aluminiumchloridhydroxidsulfat
  • Entsäuerung und Aufhärtung: Dolomit und Calciumcarbonat
  • Desinfektion: UV-Licht