Tipps rund ums Trinkwasser

Der durchschnittliche Pro-Kopf-Verbrauch an Wasser liegt aktuell bei ca. 130 L pro Tag. Bereits mit wenigen Maßnahmen im Alltag lässt sich deutlich Wasser sparen. Es lohnt sich also, Gewohnheiten immer wieder aufs Neue zu hinterfragen. Wir haben die besten Wasserspar-Tipps für Sie zusammengefasst.

Die 8 wichtigsten Wasserspar-Tipps

Duschen statt Vollbad

Beim Duschen wird ca. 1/3 weniger Wasser verbraucht als bei einem Vollbad.

Wasser sparen im Alltag

Wasser beim Zähneputzen und Einseifen abstellen – sonst fließen bis zu 15 Liter pro Minute ungenutzt ab.

Spararmaturen nutzen

Wassersparende Duschköpfe und Strahlregler an Wasserhähnen reduzieren den Wasserverbrauch deutlich.

Smarte Toilettenspülung

Moderne Spülkästen mit Stopp-Taste oder zwei Spülmengen sparen deutlich Wasser.

Zu gut für den Abfluss

Kaltes Vorwasser und abgekühltes Kochwasser nicht wegschütten – beides eignet sich zum Gießen von Pflanzen.

Sparsame Geräte kaufen

Bei Waschmaschine und Geschirrspüler auf niedrigen Wasserverbrauch achten – diese Geräte zählen zu den größten Wasserverbrauchern im Haushalt.

Voll beladen, weniger verschwenden

Geschirrspüler und Waschmaschine stets voll beladen und auf Vorwäsche verzichten.

Richtig gießen

Pflanzen früh morgens oder abends direkt am Boden gießen – nicht über die Blätter. Mittags verdunstet Wasser zu schnell und Tropfen auf Blättern können diese verbrennen.

Das Bild zeigt einen schönen bunt blühenden Garten
© KI generiert

Praktische Hinweise für einen bewussten Umgang mit Wasser

  • Verzicht auf chemische Dünger und Pflanzenschutzmittel
  • Gechlortes Poolwasser nicht in den Boden und nicht in den Regenwasserkanal ablaufen lassen.
  • Flächen nicht versiegeln: Regenwasser nutzt der Natur nur, wenn es auch in den Boden gelangen kann. Im Garten und der Hofeinfahrt daher besser auf Versiegeln von Flächen verzichten.

  • Auf wasserschonende Kosmetikprodukte zurückgreifen z.B. ökologisch abbaubare Seifen, Rezepturen ohne Mikroplastik, etc.
  • Bratöl nicht im Abfluss oder der Toilette entsorgen: Reste von Speiseöl oder altem Bratöl entweder mit einem Küchentuch aufnehmen oder in einem Gefäß sammeln und in der Restmülltonne entsorgen. Als Gefäße eignen sich Kunststoffflaschen oder auch alte Gurken- oder Marmeladengläser.
  • Medikamente gehören weder in die Toilette noch in den Abfluss. Die fachgerechte Entsorgung erfolgt über den Restmüll.
  • Wie bei Kosmetikprodukten sollte bei Putzmitteln und Spülmitteln auf wasserschonende, ökologisch abbaubare Produkte zurückgegriffen werden.
  • Beachten Sie Dosierhinweise für Wasch- und Geschirrpulver entsprechend dem Härtegrad des Wassers an ihrem Wohnort

  • Vergessen Sie den Wasserzähler nicht! Wasserzähler und Zuleitungsrohre in nicht frostsicheren Räumen umhüllt man am besten vor und hinter dem  Zähler mit Isolierstoffen. Dafür eignet sich Styropor, dicke Lappen tun es auch.
  • Bei Wasserzählerschächten im Freien einen hölzernen Zwischenboden einlegen, mit Isolierstoffen bedecken und dann den Schacht selbst abdecken. Dabei muss der Zugang zum Abstellhahn und Wasserzähler jedoch stets möglich sein.
  • Geschlossene Türen und Fenster in den betroffenen Räumen (Keller, Garagen, Durchgänge usw.) zusätzlich abdichten.
  • Wasserleitungen in Gärten, Garagen und unbewohnten Räumen abstellen und unbedingt entleeren.
  • Bei großer Kälte müssen eventuell sogar der Hauptabstellhahn geschlossen und die Leitungen entleert werden.
  • Für das Abstellen und Entleeren gilt: Zapfstellen und Hähne bis zur Wiederinbetriebnahme geöffnet lassen.
  • Sind Ihre Hausanschlussleitungen oder der Wasserzähler tatsächlich einmal eingefroren, verständigen Sie bitte umgehend den Bereitschaftsdienst der Stadtwerke Bühl GmbH, Telefonnummer: 07223 946-200 (rund um die Uhr für Sie erreichbar). Bei eingefrorenen Hausinstallationen informieren Sie bitte eine zugelassene Installationsfirma.

Steht Trinkwasser über mehrere Stunden oder sogar Tage in den Leitungen, spricht man von Stagnationswasser. Dieses Wasser ist nicht mehr frisch und kann verunreinigt sein. Stagniert Wasser über längere Zeiträume (z.B. leerstehende Wohnungen, Gäste-WC, Zapfstellen im Garten / Außenbereich, etc.) in Leitungsabschnitten können daraus Probleme für die gesamte Trinkwasserinstallation entstehen.

Um Wasserverunreinigungen durch Legionellen u.a. zu vermeiden, sorgen Sie bitte, insbesondere bei längerer Nichtnutzung der Wohnung für eine ausreichende Warm- und Kaltwasserentnahme an allen Wasserhähnen oder Duschköpfen sowie ausreichende Betätigung der Toilettenspülung. Auch Zapfstellen im Außen-/Gartenbereich sind typische Fälle bei denen häufig Stagnation auftritt. 

Steht Wasser über mehrere Stunden können sich Stoffe aus den Werkstoffen der Trinkwasserinstallation (wie z.B. Leitungen, Schläuche, Dichtungen, Rohrverbinder und Armaturen) lösen und ins Trinkwasser übergehen. Lassen Sie Wasser, das über 4h oder länger in der Leitung gestanden ist, immer erst ablaufen, bevor Sie Wasser zum Trinken oder zum Zubereiten von Speisen entnehmen. Frisches Wasser erkennen Sie an der deutlich kühleren Temperatur. Verwenden Sie außerdem kein warmes Wasser aus der Leitung zum Trinken oder Zubereiten von Speisen. Erhöhte Temperaturen können den Übergang unerwünschter Stoffe ins Wasser begünstigen.

Generell gilt als wichtigste Maßnahme zur Verringerung von Risiken durch Stagnation eine ausreichende und regelmäßige Trinkwasserentnahme an allen Zapfstellen.

Bei Nichtnutzung oder längerer Abwesenheit von mehr als 4 Wochen empfiehlt es sich, die betroffenen Leitungen abzusperren. Bei Wiederinbetriebnahme spülen Sie die Leitungen (alle Wasserentnahmestellen in der Wohnung öffnen und für mehrere Minuten Wasser laufen lassen).